Sail Your Dreams!
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Suedsee-feeling
 
 
 
 
 
Nach der durchzechten Nacht von vorgestern, war mal zuerst Ruhe angesagt. Eigentlich wollten wir tauchen gehen, aber die Wassertemperatur ist noch nicht wirklich einladend (22grad C). Den Tag darauf sind wir vor Mittag ausgelaufen, Richtung Vanuatu. Ein Nacht-Toern. Saliara ist eine knappe Stunde vor uns ausgelaufen. Unterwegs war relativ wenig Wind, aber war ok. Heute sind um die Mittagszeit in Tanna eingelaufen. Es liegen bereits fuenf Boote vor Anker. PAMINA mit Henri und Conner, die wir in Whangarei kennengelernt haben, sind auch da. Wie schoen! Das obligate "Chief besuchen" haben wir zelebriert und haben somit die Erlaubnis erhalten, hier zu ankern, zu fischen und uns das Dorf anzuschauen. Wir haben die Schule besucht und uns in einem Buch eingetragen. Morgen gehts um 07h00 rueber auf die andere Seite (Lenakel), wo wir einklarieren muessen. Ein Truck holt uns ab und bringt uns in ca 4h rueber. Das wird bestimmt eine rupplige Fahrt, aber eine tolle Gelegenheit die Insel anzuschauen! Am Samstag wird hier im Dorf gefeiert: Ein paar Jungs, die beschnitten wurden und 3 Monate im "Busch" lebten, kommen wieder zurueck. Sind gespannt! Erwin meinte nur: Die haben doch im Busch Pornos geschaut und warten nur darauf ins Dorf zurueckkehren zu duerfen! Ha ha.... (ein paar Bilder von der Fahrt)
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Happy people
 
 
 
 
Eine Schlagzeige, welche wir euch auf keinen Fall unterschlagen moechten, findet ihr hier auf dem Photo! Henri hat sich auch ganz schoen Muehe gegeben, um happy auszuschauen! Also, was lernen die daheimgebliebenen? Cava trinken macht gluecklich! (Oder eher gleichgueltig?!) Auf jeden Fall ein Photo wert! Ach ja, und deshalb hab ich mich getraut, dem Joza seine Haarpracht zu kuerzen, bzw auch zu verschoenern! Hey, dies ist mir absolut gelungen! Und alle waren wiedermal happy.... :-)
 
 
Schwein, Kuh, Ziege...
 
 
 
 
Gestern waren wir zum Beschneidungs-Zeremonie eingeladen worden. Frueh morgens sind wir auf den Berg hoch gekraxelt, um auf dem Dorfplatz auf die Rueckkehrer zu warten. Warten, warten, warten... Zur Essensvorbereitung wurden vier Schweine, eine Kuh und eine Ziege gefangen. Die Saeue wurden vor unseren Augen mit einem "Flintstone"-Knueppel erschlagen. Der Ziege wurde die Kehle durchgeschnitten. Das Schlachten der Kuh wurde uns nicht praesentiert! Es hoert sich schlimmer an als es in Wahrheit war. Aber jedesmal vor einem leckeren Steack, muss ich also diesen Anblick nicht unbedingt haben. Anyway, die Jungs kamen nach ca 2h des Wartens runter ins Dorf und wurden beschenkt. Auch wir haben unsere Geschenke den Jungs hingelegt und deren Eltern die Hand geschuettelt. Fuer den abend waren wir auch noch eingeladen. Wir sind demzufolge um 19h00 nochmals den Berg hochgewandert und fanden ausser ein paar Frauen und torkelnden Maennern niemanden mehr vor. Die Party muss wohl intensiver gewesen sein (viel zu viel Cava!!!). Wir haben dann noch einbisschen gewartet, ob uns evtl jemand auf den Dorfplatz einlaedt (uneingeladen sollte man nie ein Dorf betreten), aber da tat sich nichts. Tja, dann sind wir halt wieder zurueck gezottelt und im stock-Finsteren zum Boot gefahren. Hmmm... das Schwein haetten wir also gerne probiert..... Heute ist ein "Repair-day". Kleinere Reparaturen stehen an. Ich habe Joza auf den Masten hochgezogen, da unser Ankerlicht nicht mehr funktionierte. Macht nichts, nur die Birne futsch. Aber schlimmer noch ist, dass Joza einen Riss in der Wante entdeckt hat. Schlimmstenfalls koennte der Masten runterkommen! Wir sind noch am ueberlegen, wie wir dieses "Problemchen" in den Griff kriegen. Heute abend werden wir auf den Vulkan steigen. Der ist zur Zeit leider nicht sehr aktiv, aber wird bestimmt imposant!
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Du bist so heiss wie ein Vulkan
 
 
 
 
Die Fahrt zum Vulkan, in einem 4x4, war er Erlebnis. Selbstverstaendlich hatten nicht alle Leute einen Sitzplatz im Wagen, so mussten die uebrigen (unter anderem auch wir...) auf der Ladeflaeche von diesem Pick-up Platz nehmen. Am Fusse des Vulkans angekommen, gings dann nochmals zu Fuss weiter. Bei Tageslicht konnte man ausser Rauch nichts sehen. Sobald es jedoch eindunkelte, sah man die fliegenden, gluehenden Brocken. Wow! Welch ein Spektakel. Aber so richtig aktiv war der Vulkan nicht. Na klaro, die Maenner waren einbisschen enttaeuscht. Die wollten naemlich fliegende Kuehlschraenke sehen! ha ha!
 
 
 
 
 
 
Hemmer no Fisch?!?!?!
 
 
 
 
Puh, war das heute fuer ein Tag! Nachdem wir - na ja, eigentlich Joza - die immens grosse Fischerei-Ausruestung von Thom in geordnete Plaetze brachten, sind wir mit der Saliara zum Riff gefahren um zu fischen. Die Zeit verging und kein Fisch hat angebissen. Wie langweilig! Wir hatten sogar draussen geankert und am Grund gefischt, aber ausser zwei kleinen Fischen hielt sich unser Erfolg in Grenzen. Nachdem wir ein paar Runden mit der Saliare gezogen haben, biss ein Fisch nach dem anderen an. Zuerst ein Barrakuda, dann nochmals ein Barrakuda (wir dachten schon alle " so das reicht. Genug von Ciguaterra"), dann prompt noch ein Barrakuda. Wir werden wohl die ganze Insel mit Barrakuda versorgen. Und nochmals hat die Angelrute gezuckt! Diesmal eine Stachelmakrele! Juppieh! Gleichzeitig hat noch eine Angelrute gezuckt: Ein schoener grosser Tuna! Na super! Welch ein Glueck! Wir haben die Barrakudas und die Haelfte des Tunas an die verschiedenen Doerfer verschenkt (dafuer gibts morgen jedemenge Fruechte!!). Die Jungs "durften" sogar zum ersten Mal Cava trinken. Man muss dazu sagen, dass die Cava hier auf Tanne einbisschen anders zubereitet wird, als in Fiji oder im uebrigen Vanuatu. Also, haltet euch fest: Die Cava-Wurzel wird vorher von "jungfraeulichen" ("he never played with a woman") Maennern gekaut und - man muss es so sagen - rausgerotzt! Pfui, waek, igitt... Natuerlich wird die "Rotze" anschliessend mit Wasser angereichert! Ist dann viiiiiiel besser! Selbstverstaendlich muss diese Pfuetze auf ex getrunken werden!! Mann-o-Mann, welch ein ekliges Gesoeff! Da bin ich doch glatt froh, dass die Frauen dazu keinen Zutritt haben! Ach ja, morgen wird fuer uns ein Schwein geschlachtet (fuer das Fisch-Geschenk)! Hoffentlich ein leckeres Spanferkel und kei gekochte, gerotzte alte Sau!!
 
Stachelmakrele 
 
 
 
 
 
 
 
 
Brot backen
 
 
 
 
 
Nach einer recht swelligen (Wellen von der Seite) Nacht, haben wir die Dillons Bay verlassen und sind in die noerdliche Bucht der Insel weiter gesegelt. Erstens, in der Hoffnung, dass es dort oben weniger Swell hat und zweitens, weil es dann nicht mehr so weit ist nach Port Vila. Diesmal waren wir mit fischen nicht erfolgreich, dafuer haben uns ein paar Delphine begleitet. Immer wieder ein schoenes Erlebnis. Da unser Brot alle ist und leider weit und breit kein Migros oder Coop aufzufinden ist, hab ich mich an das von George (SY Tahira) gesendete Brotrezept gewagt. 1kg gekochte und purierte Kartoffeln, 2kg Mehl und noch einiges dazu. Und siehe da, der Teig ist wunderbar aufgegangen! Fuer morgen habe ich einen Laib Brot fertig gebacken und die restlichen Brote vorgebacken und im Tief-frierer eingefroren. Hmmm.... leckeres Brot! An dieser Stelle, ein Dankeschoen fuer das tolle Rezept! Kurz vor 17h00 sind wir in dieser Bay angekommen. Eine sehr kleine Bucht. Deshalb haben wir jetzt auch gleich einen Nachbarn: die Saliara. Wir haben uns "verstrickt" und liegen so schoen nebeneinander. Ein tolles Bild (welches beim nachsten Eintrag folgen wird). Hier gibt es nicht viel zu erkunden. Es sind vier Maenner hier am Strand, welche das Land bewirtschaften. Hier wird Sandelholz angepflanzt und fuer den asiatischen Export geholzt. Ein Kilo Sandelholz bring 1000Vatu (das sind umgerechnet ca CHF 90). Eine gute Einnahmequelle fuers Dorf.
 
Brotgelage 
 
 
 
 
 
 
 
 
Fisch fuer ne ganze Stadt
 
 
 
 
 
Heute sind wir frueh losgefahren. Fuer 70sm brauchen wir schon ein paar Stunden, zumal wir das Gross nicht ganz hochgezogen haben, wegen dem Riss im Rigg. Wir haben heute ein zusaetzliches Crew-Mitglied bekommen: Julia von der Saliara ist zu uns ruebergekommen. Einbisschen Ruhe geniessen und vorallem Musik im Cockpit hoeren! Ueber Funk haben wir von Saliara gehoert, dass sie bereits wieder 2 Tunas gefangen haben. Unser Fischerglueck hat sich noch nicht gezeigt. Doch ein paar Stunden spaeter, haben wir bemerkt, dass unsere Fischerleine ganz ausgerollt war. Somit haben wir sogleich die Rolle eingezogen und siehe da, ein mittelgrosser Yellow-Fin-Tuna hat angebissen. Der arme Kerl war schon tod, als wir ihn herausgezogen haben. Der muss wohl schon ein Weilchen an der Leine gehangen sein..... Und so vergingen die Stunden, bis ploetzlich Julia rief "Fisch! Fisch!". Wir eilten raus ins Cockpit und haben versucht, die Fischleine einzurollen. Denkste! Da ging gar nichts mehr! Zu dritt mussten wir die Leine reinholen! Mann, wir dachten schon, das muss ein riesen Ding sein! Tja, so war es denn auch. Nach geimensamen Kraftakten, haben wir (nach ca 15min!!!) den Fisch hochgezogen! Nochmals ein Yellow-Fin-Tuna, aber diesmal x-mal groesser und schwerer! Ca 1,2m gross und 30kg schwer! Wow! Wir konnten nur noch lachen! Welch ein Fang! Nur, was machen wir mit so einem grossen Ding? Essen? Nein, das geht nicht - viel zu viel und der Kuehlschrank viel zu klein! Als wir dann in Port Vila angekommen sind, haben wir uns entschieden, den Fisch an ein Hotel zu verkaufen. Der Chefkoch hat nur gefragt wie alt der Fisch ist und nach unserer Antwort "3h", hat er sofort uns hochgewunken. 500Vatu fuer das Kilo! USD 5 fuer ein Kilo und (ohne Innereien) wog der Fisch 27kg!! Super! Heute ist nicht der Bankomat unser Sponsor! ;-)
 
 
 
 
Zurueck zur Zivilisation
 
 
 
 
Die Zivilisation, mit frischem Brot, Gruyere Kaese und sonstigen Leckerein hat uns wieder! Hier bekommt man alles! Als wir beim Dinghy Anlegesteg anmachten, sind uns zwei Personen mit strahlendem Laecheln entgegengekommen. Ana und Jose von der SY Zarco! Wir haben sie in Fiji vor drei Jahren kennengelernt. Von Jose habe ich die schwarze Koralle, die um meinen Hals haengt. Welch eine Ueberraschung! Die Freude war beidseitig riesig! Wir haben uns fuer morgen abend verabredet. Ich kann s immer noch nicht glauben, dass wir sie hier getroffen haben. Sie sind bereits 2 Jahre hier in Vanuatu, am Arbeiten. Doch bald wollen auch sie weiterziehen. Ich muss schon sagen, diese freudige Ueberraschung hat mich den ganzen Tag aufgestellt! Einbisschen in der "Stadt" herum schlendern, den Supermarkt ausfindig machen, die Duefte vom Frischmarkt aufnehmen und das Rigg-Teil zum Schweisser bringen - das war so unser Tagesinhalt. Da Vanuatu beruehmt fuer ihr Rindfleisch ist und wir alle langsam aber sicher keinen Fisch (vorallem keinen Thunfisch!) mehr sehen koennen, haben wir uns heute abend ein leckeres Steak bzw Beef Fillet gegoennt. Hmmm... das verging so richtig auf der Zunge! Nach ein paar Cocktails (unsere ersten, uebrigens!), sind wir gluecklich und zufrieden "nach Hause" gefahren.
 
 
 
 
Mi toktok Bislama
 
 
 
 
Zurück in der Zivilisation geniessen wir die Vorzüge einiger von dazumals aus Europa bekannten Sachen! Es gibt fast alles hier. Nachgemachte Versace und Calvin Klein Jeans, echte Rolex für 10$, Vanuatu T-Shirts, Chinesische Shops mit Thonbüchsen und Nägeln im selben Regal, schweizer Gruyere (für 80$), echte made in China Hollywood-DVD s und was sonst das Gringo-Herz begehrt. Ausser den lokalen Gemüsen und Früchten ist aber alles schweine Teuer (Noumeapreise). Erwähnenswert ist auf alle Fälle das Fleisch - nach Generationen von Missionars Spezialisten (es gab sogar Auswahl: eine Katholische Haxe oder ein reformiertes Steak) haben sie hier auf Rinder umgestellt - echt lecker und ziemlich preiswert (best meat im South-Pacific).

Hier noch ein Auszug der hiesigen Sprache Bislami (pidgin English):
Nambawan pikinini blong Kwin - Number one pickaninny belong Queen - Prince Charles
Rabberband fag fag - Pariser
basket blong titi - BH
Em i kilim - ich schlage ihn
Em i kilim i ded - totschlagen
Bigfala bokis blong waetman, tut blong em sam i blak, sam i waet; taem yu kilim emi singaout - big european box, with some white and black teeth; when you strike it, it cries out. = Klavier!!!
 
zivilisation 
 
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zarco-anna 
 
zarco-jose 
 
 
Trittst im Morgenrot daher...
 
 
 
 
Die Parties in dieser Bay haeufen sich und der Alkoholkonsum ist nicht Leber-freundlich! Gestern wurde hier noch der Unabhaengigkeitstag von Vanuatu gefeiert. Wir sind abends zum "Festplatz" hin und haben die lokalen Spezialitaeten von den unzaehligen Staenden probiert. Joza hat spasseshalber ein paar Knallfroesche und ein paar Wunderkerzen mitgenommen. Einmal einem Kind gezeigt, sind gleich zwei Dutzend Kinder um Dich herum! Es war der wahnsinn! Die Kinder haben ihn fast ueberrannt! Leider hatten wir keine Kamera dabei, um das tolle Spektakel photografisch festzuhalten. Selbstverstaendlich gehoert zu solch einem Fest auch eine Cava-Session. Hier durften auch die Frauen Cava trinken. Und das Reinrotzen gab s nicht (zumindest haben wir s nicht gesehen - und ich will gar nicht weiter daran denken!!). Ich sage euch, Cava schmeckt Sch.... und sie macht langsam und man fuehlt sich 2 Tage lasch! Ist also absolut nicht zu empfehlen. Wie es sich fuer waschechte (hae???) Schweizer gehort, haben wir heute unsere Kampf-Trikots angezogen. Ok, die einen meinen: Ach, soooo toll - im Partnerlook! Andere denken, wir seien vom Roten Kreuz und druecken uns ein paar Taler in die Hand.... Natuerlich gabs auch heute wieder eine Fiesta! Diesmal auf der SY Nicole. Kurt, der Skipper hat uns zum Abendessen eingeladen. (Joza schaut ihm dafuer mal den Computer an....) Zu elft sassen wir um einen Tisch und haben Mojito getrunken, gegessen, Musik gehoert und gemacht (Kurt und Jose haben musiziert - Gitarre und Bongo)! Ein ganz toller abend mit viiiel zu viiiiel Alkohol....
 
Kei Heiweh nach Cervelat und R 
 
 
New Crew Members
 
 
 
 
 
Gestern sind wir endlich aus Port Vila losgefahren. Mit dem Wind voll auf die Nase, macht das Segeln ueberhaupt keinen Spass! Zum Glueck war s nicht allzuweit. Wir sind nun das erste Mal mit unserer neuen Crew losgefahren. Julia und Florian, die urspruenglich auf der Saliara waren, sind nun bei uns an Bord. Wir alle sind davon ueberzeugt, dass dies gut klappen wird. Der Plan ist, dass sie bis in die Solomonen mitkommen. Naja, die Zeit wird es zeigen. Wir freuen uns alle auf die gemeinsamen Seglerstunden.
 
 
 
 
 
 
 
 
...ratten an Bord
 
 
 
 
 
Heute ist nun schon der dritte Tag, wo wir hier vor Anker liegen. Mittlerweilen haben sich die Zarco, Saliara und die Cinderella dazugesellt. Hier ist so gut wie gar nichts los. Ab und zu kommt mal ein Kanu vorbei, welches uns Tomaten und Salat anbieten. Selbstverstaendlich zahlen wir nicht mit Geld dafuer, sondern es wird mit einbisschen Reis, ein paar Murmeln und ein paar Lollies fuer die Kinder "getauscht". Gestern hat es ununterbrochen geregnet und kalt war es zudem auch noch - in Neuseeland soll es geschneit haben! Kein Wunder blaest so ein kalter Wind nach Norden, brrrr.... Heute war es dafuer windstill und das Meer aalglatt! Die Sonne hatte sich erst kurz vor Sonnenuntergang gezeigt. Dafuer in ihrer schoensten Pracht! Uebrigens, wir haben KEINE Ratten an Bord! Bloss jede menge Leseratten! Solches Wetter laedt ein, um die Buecher zu verschlingen!
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Riff im Nirgendwo
 
 
 
 
 
Heute frueh sind wir von Motapu (Insel Efate) losgefahren, da sich der Swell mehr und mehr verstaerkt hat. Auf dem Weg zur naechsten Insel, haben wir einen stop over im Cooks Reef gemacht. Gewappnet mit allen Navigationshilfen (Cruising Guide, Max Sea, Echo Pilot, die ladies auf den Kufen und Florian in der Saling (auf dem Masten), sind wir vorsichtig durchs Riff gefahren und haben in einer Lagune geankert. In abwechselnder Reihenfolge sind wir ins Wasser gesprungen und haben das Riff erkundschaftet. Leider ist nicht mehr viel intakt, aber dafuer gabs einige Fische. Einen grossen Octopuss habe ich gesehen! Noch bei gutem Licht sind wir dann aus dem Riff gefahren und haben 4sm spaeter den Anker geworfen. Wir sind zur Zeit auf der Insel Emae. Das Wetter wird von Tag zu Tag heisser und all die verstauten Sonnencremes muessen nun rausgeholt werden und die Bauarbeiter-Abdruecke muessen fleissig eingestrichen werden! Falls es der Wind und die Sonne zulassen, werden wir morgen nochmals zum Riff fahren und einen Tauchgang machen. Uebrigens, die Tage vergehen wir wie im Nu! Wir sind schon fast drei Monate von zuhause weg und zwei Monate bereits unterwegs! Wahnsinn!
 
 
Frau Doktor und ihre Haustiere
 
 
 
 
Welch ein Tag! Also mal von vorne: Julia und ich sind morgens relativ frueh aufgestanden (07h00) und die Jungs haben noch vor sich hin gepennt (Rotwein a la Chateau Carton!). Wir haben einbisschen ueber den zukuenftigen Job von Julia gesprochen und wie es denn so sein wird als Assistenzarzt. Nach dem Wetter (auf Winfried s Wetternetz), habe ich die Mails runtergeladen. Prompt war eine Mail von Julias Mutter in der Mailbox. "Am 1.10. Antritt der neuen Stelle im Diakonie Krankenhaus! Muss bis 14.08. (uebermorgen!!!) eine Zu- bzw Absage geben!" Total aus dem Haeuschen und nervoes sind wir vor dem Computer hin un her gehuepft und haben versucht eine Antwort zu schreiben. "Ach, ich koennte jetzt schon ein Bier vertragen!" meinte Julia. Nix da, da warten wir noch einbisschen (eine halbe Stunde?!?!?!). Kaum war Florian wach, haben wir mindestens ein Dutzend Delphine um unser Boot schwimmen gesehen. Na logo, wir hatten auch Robbie Williams auf den aussen Lautsprechern! Muessen wohl Maedel-Delphine mit Geschmack gewesen sein! Noch im Halbrausch und -schlaf, ist Florian ins Wasser gejuckt und den Delphinen nachgeschwommen. Einige Delphine haben direkt neben unserem Boot ihre Springkuenste uns vorgefuehrt. Einmal eine dreifache Pirouette um die eigene Achse fuer mich und einmal fuer Frau Doktor! Welch ein Anblick! Voller Ehrfurcht und Gaensehaut haben wir den Schwimmern zugeschaut! Wow! Und zuguter letzt haben unsere Nachbarn (SY Dream Weaver USA) einen Tuna gefangen, den sie uns als Dinner serviert haben! Hmmm... leckeres Sashimi.... Dieser Tag wird der Frau Doktor und ihrem "Studenten" hoffentlich lange, seeeehr lange in guter Erinnerung bleiben.... :-)
 
 
Wo bleibt denn bloss das Suedsee-feeling?!?!
 
 
 
 
 
Seit ein paar Tagen laesst sich die Sonne gar nicht mehr blicken. Der Wind hat zugenommen und die Ankerplaetze werden immer schlechter. Die letzten zwei Ankerplaetze haben uns viel Nerven gekostet. Der Anker wollte einfach nicht halten! Nach sechs Versuchen, haben wir unser "Schicksal" einfach angenommen und den Ankeralarm gesetzt! In abwechselnden Abstaenden, sind wir nachts immer aufgestanden und haben versucht (!) herauszufinden, ob wir noch am selben Ort liegen. Auf jeden Fall ist alles glatt gelaufen und wir haben dann auch schon bald diesen Ankerplatz verlassen. Nun liegen wir in der Banam Bay sehr gut geschuetzt und auch der Ankerboden ist ok! Der Wind hat zugenommen und pfeifft die ganze Nacht durch sehr gespenstisch... Langsam aber sicher wird es Zeit, dass wir wieder in die Zivilisation (Supermaerkte & co) zurueckkehren, denn so einiges an Nahrungsmitteln geht uns aus....
 
 
 
 
 
 
 
 
Endlich wieder Fisch!
 
 
 
 
 
Heute sind wir vor 08h00 aus der Banam Bay weggefahren. Die ersten paar Meilen waren sehr "rock n rolling", aber das hat sich nachher wieder gelegt. Der Wind hat auch nicht so gewusst was er will: Mal war er sehr stark, mal viel weniger und mal ganz weg... Demzufolge haben wir einpaarmal die Segel gewechselt und so die Handgriffe wieder intus gehabt. Hier vor Wala Island liegen wir nicht sehr ruhig, denn die Stroemung macht unsere Alleykat einbisschen "schaukelig". Wir haben das Dorf besucht und erfahren, dass alle drei Wochen ein grosses Cruising Ship hier vorbei kommt und ca 1400 Touris (mehrheitlich Australier) auslaedt. Wow! Ein Wunder, dass die Insel noch ueber dem Meeresspiegel liegt! Ach ja, unterwegs haben wir endlich wiedermal einen Fisch gefangen. Einen mittelgrossen Tuna. Anna (SY Zarco) bereitet ihn zu und wir anderen fuenf hungrigen Maeuler sind schon ganz gespannt auf diese Leckerei!
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Alles Bretchen oder was?! 15°42.232S,167°15.200E
 
 
 
 
 
Nach einem schoenen Segeltag (Downwind mit Spinnaker), sind wir in Malokilikili eingetroffen. Eine traumhafte Kulisse! Suedseefeeling pur! Tuerkisblaues Wasser, weisser Sandstrand und strahlend blauer Himmel! Die SY Nicole (Kurt) hat uns schon ersehntlichst erwartet, denn sein Pactor ist ausgestiegen und Joza soll ihn sich mal anschauen. Kein Problem: Nach kurzer Zeit lief das Ding wieder einwandfrei. Abends sind wir alle auf der SY Nicole eingeladen worden. Wie immer, wurde viel gegessen, getrunken und viel musiziert! Eine echte South-Pacific Party!
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Offiziell nicht mehr in Vanuatu
 
 
 
 
 
Die letzten zwei Tage waren wir in Luganville, um noch ein paar Besorgungen zu machen, ins Internet zu gehen und um auszuklarieren. Wir hatten ja bereits in Port Vila duty free Artikel eingekauft und diese durften bis zum Ausklarieren nicht angefasst werden! Na ja, das meiste haben wir nicht beruehrt. Alle anderen Yachties haben uns gesagt, dass in Luganville sowieso niemand an Bord kommen wird um zu kontrollieren. Joza und ich sind gemeinsam zur Immigration und zum Customs gegangen. Prompt hat sich der Customs auf unser Boot "eingeladen"! "to check the duty free goods!" Na super, von wegen da kommt nie jemand! Na ja, halb so schlimm, die Jungs haben die Kartons "kontrolliert" und auf ihrem wichtigen Notizblock abgehakt! Toll so eine Kontrolle. Wenigstens wurden die Jungs nass, da das Landen mit dem Dinghy eine nicht allzu trockene Angelegenheit war. Tja, selbst schuld :-)! Das Diesel tanken war eine Geschichte fuer sich selbst: Duty free Diesel kann man nur bei Shell beziehen! Selbstverstaendlich waren Joza und Florian fuenf Minuten vor Mittagszeit dort angetroffen, so dass KEIN tanken moeglich war. Selbstverstaendlich haben sie die sechs Kanister mit sich geschleppt und keinen Tropfen einfuellen koennen! Ok, dann kaufen wir halt eine 200 Liter Tonne, die uns am Nachmittag zum Strand geliefert werden soll. 13h30 Vanuatu time heisst 14h45! Muehsame Geschleppe von Diesel Tanks, Wasser Tanks, Einkaufstueten und Waesche-saecken haben die Dinghy Fahrt zur AlleyKat nicht einfach gemacht..... Nun gut, alles besorgt. Noch eine Nacht hier und dann so schnell wie moeglich weiter! Mittlerweilen sind wir in Palikula Bay. Eine traumhafte und sehr ruhige Bucht. Die Korallen haben die Einfahrt nicht leicht gemacht, aber SY Zarco ist uns vorgefahren und hat uns das ZickZack fahren vorgefuehrt. Das Wetter ist leider nicht so toll. Wir geniessen einfach die Ruhe, das Chillen und die paar Sundowner-Drinks!
 
 
 
 
Sonnenschein pur
 
 
 
 
Ein super sonniger Tag! Wir haben geschwitzt, sind uns abkuehlen gegangen, haben Brot gebacken und sogar einem Gringo-Boot geholfen vom Riff los zukommen! Die Jungs waren (erfolglos) auf Lobster-Jagd. Schade.... Auf mehrmaligen Wunsch, hier mal ein aktuelles Photo vom Captain und seiner AlleyKat-Lady....
 
 
 
 
 
 
 
 
Luxus pur!
 
 
 
 
Vorletzte Nacht sind wir von Espiritu Santo losgefahren und haben in den fruehen Morgenstunden Vanua Lava erreicht. Die Waterfall Bay ist, wie der Name sagt, eine Bucht mit Wasserfaellen. Zwei mittelgrosse Wasserfaelle bringen Erfrischung und vorallem Suesswasser! Die Bucht ist sehr gut geschuetzt und hat einen guten Ankerboden. Kaum war der Anker gefallen, haben uns auch schon ein paar Kanus "umkreist". Der Chief Kerely ist ein sehr freundlicher und offener Mensch. Er hat uns mit einer "Welcome-Ceremony" willkommen geheissen. Die Bucht ist auch beruehmt fuer ihre Freshwater Prawns, Lobsters und Coconutcrabs! Bis auf die Lobsters hatten wir heute schon alles! Suesswasser Duschen, bis sich Schwimmhaeute bilden, Freshwater Prawns zum lunch und eine Riesen Coconutcrab zum dinner! Die Jungs sind mit den locals jetzt auf Lobster-Jagd. Wenn sie Glueck haben, wirds noch einen Midnight-Snack geben! Wir sind schon ganz gespannt! Die Waterfall Bay koennen wir jedem Feinschmecker empfehlen!
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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