Sail Your Dreams!
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Kurz vor Mittag haben wir Rabi Island, Katherine Bay verlassen und sind Richtung Kioa Island gesegelt. Auch auf dieser Insel leben keine Fijians. Die Menschen auf Kioa stammen ursprünglich von der Insel Vaitupu in Tuvalu (früher Ellice Islands). Weil ihre kleine Insel überbevolkert war, wurde 1947 die Insel Kioa für F$ 15.000 gekauft. Eine wichtige Rolle bei dieser Übersiedlung spielt NELI LIFUKA (dazu später mehr). Als wir nachmittags mit dem Dinghy an Land gehen wollen, ist uns die Anlasserschnur (oder wie auch das Ding immer heissen mag!) am Outborder gerissen! Ist ja nur halb so schlimm, dachten wir (ohne es besser zu wissen!). Doch dieses Vorhaben entpuppte sich als eine sehr tricky Angelegenheit! Ggggrrrhhh.... Gute zwei Stunden hat Kudi an diesem Teil herum gemecht! Mann-o-Mann! An Land angekommen, sind wir wiedermal von einer Schar Kindern eingekreist worden. Das erste, was man am Strand sieht, ist ein grosses Schild auf dem steht TALOFA (heisst so viel wie Bula auf fijian). Das Dorf ist sehr hübsch, farbenfroh und wird sehr sauber gehalten. Vorbeigehend am ersten grossen Haus, wurden wir auch gleich wieder eingeladen. Louisa und ihr Mann David sind ein neues Haus am bauen. Louisa ist Fijian und ihr Mann ist Tuvaluan. Davids Urgrossvater war NELI LIFUKA! Louisa hat mir ein Buch ausgelehnt, dass die Geschichte dieses wichtigen Mannes erzählt. "Logs in the current of the sea", geschriben von Klaus-Friedrich Koch! Ach ja, zu unserem grossen Glück, haben wir bei der Einfahrt zur Insel Kioa "wiedermal" einen Fisch gefangen! Mann-o-Mann, der war echt schwer, ein zäher Bursche! Diesen haben wir als Geschenk mitgebracht, denn sooo viel Fisch KANN niemand essen! Fried fish, Fish curry und Kokoda (roher Fisch eingelegt in Limejuice) wurde uns von Louisa zum Abendessen serviert. Hmmm... Welch ein Verwöhnprogramm!
 
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Gestern abend hatten wir die Möglichkeit, beim Training des tradionellen Tuvalu-Tanzes dabei zu sein! Am Freitag wird auf der Insel Rabi ein Wettbewerb zwischen den Schulen stattfinden. Die besten Schüler aus Klasse 6 und 8 werden gekürt. Die Eltern dieser Schüler haben jeweils einen traditionellen Tanzauftritt (Kioa=Tuvalu und Rabi=Banaban) geplant, deshalb das Training. Die Jungs sehen ganz hmmm... aus, so mit ihrem Blumenschmck auf dem Kopf, dem freien Oberkörper und dem "Baströckchen"! Etwas für s Auge! Girls, überzeugt euch selbst! Heute war Kudi in der Schule, um die zwei neuen PCs zu inspizieren, denn irgendwas ist kaputt (gemäss David, dem Schoolmanager). David war überglücklich, dass Kudi ihre PC-Probleme souverän lösen konnte. "What a quiet man! And what a bright man!"
 
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Gestern haben wir unserem besten Stück auf der WEBEGONE adieu gesagt! Der Kühlschrank ist (momentan) futsch! Die Frage, die Kudi am meisten beschäftigt ist: Und wie wird nun mein Bier kalt?!?!? Deshalb wurden noch die letzten kalten Biere seehr rasch konsumiert! Wir sind doch sooo clever, dass wir bereits Eis auftreiben konnten um so die restlichen lauwarmen Biere wieder auf Trink-Temperatur runter kühlen zu können! Schlau, he?! Obwohl, noch ein Problem facen wir trotzdem noch! Wohin mit den vielen und grossen selbstgefangenen Fischen???? ;-) Aber ihr seht, deshalb lassen wir den Kopf noch lange nicht hängen. Kühlschrank Mechaniker gibt s hier ja wie Sand am Meer, ha ha ha....
 
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Nun, das Eis ist geschmolzen, das Bier hat Badezimmer-Temperatur und die Fische befinden sich im Streick! Was wollen uns diese Facts sagen? Je mehr Cava wir trinken, desto weniger werden wir an diese tragische Situation erinnert! Ja dann nichts wie los, rüber zu David and let the bowl roll! :-) Heute haben wir unseren freien Wochenend-Tag genossen! Äh, welcher Wochentag ist heute überhaupt???
 
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Heute sind die Eltern mit den Schülern der 6. und 8. Klasse aus Rabi zurückgekehrt. Ein grosser Event! Alle Daheimgebliebenen haben Essen gekocht und dieses in die Community Hall gebracht. Die Tänze der Erwachsenen und die Darbietung dieser Schüler wurde nochmals vorgetragen. Selbstverständlich waren auch wir dabei! Wie es hier auf der Insel Usus ist, durften auch wir mit den Zurückgekehrten zu Mittag essen! Fisch, Reis, Cassava, Taro und vieles mehr wurde längs durch die Hall auf den Boden gelegt und alle sassen um die Speisen und haben genüsslich das feine Essen verzehrt. Yamie! Es hat sich rumgesprochen, dass Kudi die zwei PCs der Schule wieder zum Laufen gebracht hat, denn bereits kamen schon neue Anfragen! Ein Videorecorder funktioniert nicht mehr so gut! Kudi hat sich diesen angeschaut und fertiggebracht, dass das Bild schon fast perfekt auf dem TV erschien. Als Dank dafür gab s wiedermal was zu Essen! Puuuhh... Wir sind überzeugt, dass die uns für Unterernährt halten! Und übrigens, hier auf der Insel werden wir von den Kindern mit "Hello Palangi" (Hallo Europäer/Weisser) begrüsst!
 
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Und schon wieder ist eine Woche vorüber. Die Wochentage, bzw nur die Sonntage erkennen wir an den Kirchengängen der Dorfgemeinschaft. Der Wind hat einbisschen gedreht, bzw bläst einbisschen von überall mal (ob dies wohl die vom deutschen-Netz-Winfried genannten "Fiji-Effekte" sind??). Es schaukelt einbisschen, aber die WEBEGONE liegt sicher! Wir haben vor, in den nächsten ein bis zwei Tagen weiter zu fahren. Ein kurzer Stop-over in der Viani Bay und dann direkt nach Savusavu -> Der Kühlschrank braucht dringendst einen Mech! Doch bevor wir diese schöne Insel verlassen, haben wir hier noch eine ganz blumige Südsee-Schönheit für euch ausgesucht! Hübsch!
 
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und wieder wurde es kalt
 
 
 
 
R12 sei Dank! Wir haben es geschafft, den Kühlschrank OHNE Mech wieder in Gang zu bringen! Yuppieh! Knapp nach 10.00 Uhr morgens, konnte bereits das erste kühle Bier seit 5 Tagen (welch ein Horror!!) genüsslich geschlürft werden! Wir danken der WEBEGONE, Mirjam & Andy (die echten webegonler), dem Giftkasten und Kudi s Gebastel!
 
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Do you will.....
 
 
 
 
Heute sind wir eigentlich sehr früh aufgestanden, denn wir wollten ja mit Louisa nach Savusavu. Um sieben kommt sie uns mit David abholen. Zuerst eine dreiviertelstund Bootfahren (klein, etwas grösser als unser Dinghi aber nicht viel) dann 2.5 Stunden Bus (!) bis nach Savusavu. Dort gelandet gehen wir zuerstmal zum District-officer um unsere Papiere kontrollieren zu lassen. Wir sollen um 12 wieder nachschauen (wollen die die studieren oder was?) - Naja, gehen wir erstmal seit langen wieder in einer grösseren Stadt einkaufen. - Dies und das und noch einbisschen mehr. Um zwölf stellen wir fest, dass unsere Pässe falsch abgestempelt sind und müssen auf das Immigration-office. Mit dem Taxi hin, hätte der eigentlich Mittag aber so nett wie er ist, macht er uns trotzdem eine Verlängerung. Wir sind auf dem Brief aber auf einmal von Sweden (es gibt ja viele, die denken wir seien aus Sweden, oder alle verstehen Dännemark!!!??? - also so schlecht ist mein englissch auch nicht). Eigentlich finde ich das ganz lustig und will es gar nicht ändern, aber.... naja, er schreibt seinen Brief nochmals. Wieder zurück sind jetzt die anderen natürlich im Mittag. Ok ein Bier zwischendurch ist nie schlecht. Als sie wieder geöffent haben, stellen wir nach dem Kopieren fest, dass der "döddel" die Verlängerung bis zum 20. Januar 2003 (!) ausgestellt hat, obwohl wir erst 10 Monate später gelandet sind. Alles Banane, oder was?!?!? Nein, eine Änderung ist nicht möglich, wir sollen zurück zur Immigration.... Wir drehen uns deprimiert um und wer steht vor uns, der "döddel"! Gleich macht er aus der 3 eine 4 und sein Kreuz dazu (hätte wahrscheinlich niemand gemerkt wenn ich das selber gemacht hätte) - ok nochmals warten - wir gehen nochmals einkaufen - Es nimmt mich verdammt nochmal Wunder wie die Fijianer (oder Kioaner) die Portionen hier messen. Wir haben jetzt für ca. 30 Leute 20 Kg Lamm und 10 Hühner gekauft, und das ohne den Fisch!!! Also in unseren Breiten kannst du ne ganze Division mit dem Zeugs ernähren und hast noch den Fisch zum Abendessen!!! (We will see). Wieder zurück gilts jetzt ernst (mein erster Fredy Krügger-Film war harmlos dagegen - und das mit 7 Jahren)! Nee, alles ganz locker, ich freu mich ja drauf und einfach ist es zudem - einfach mal ja zu sagen, und das wars! Die Fahrt zurück zur Trauzeugin Webegone war dann schon nicht so wie gewünscht, aber nun sitzen wir beim Rotwein, freuen uns und werden alles geniesen............ Am Samstag steigt dann die grosse Party hier auf Kioa und ihr seid natürlich alle herzlich eingeladen! :-) ps: Ich glaube meine Mutter war etwas durcheinander, als ich sie am Telefon mit "es ist etwas passiert und wir brauchen Geld" begrüsst habe - sorry..... ps2: Tja und in meiner Familie hatten alle "just" gestern davon geträumt........ ps3: Unsere Spielwiese können wir ab jetzt wirklich auch ausnutzen (bin ich froh aus der vorderen Kabine raus zu sein.....)
 
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Traditional Wedding
 
 
 
 
Der heutige Tag hat für uns sehr früh angefangen. Um 07.00 Uhr hätten wir eigentlich abgeholt werden sollen, aber die Uhren auf Kioa ticken anders! Um 09.00 Uhr sind wir dann mit dem Community Fibreglass ca 30min um die Insel gefahren. Dort wohnt Willy, David s bester Freund. Ein wunderschöner Strand, Palmen so weit das Auge reicht und ein bescheidenes Bure, wo unser Lunch vorbereitet werden kann. Nachdem alle drei Fibreglass Boote mit Kind und Kegel ankamen, wurde ein kleiner Emma-Laden entladen! Fleisch, Fisch, Cassava, Dalo... in Hülle und Fülle! Es wurden Feuerstellen aufgebaut, Bananenblätter abgehackt und Kokosnüsse von den Palmen "geangelt". Auch ein typisch Tuvaluan Lovo wurde für den Dalo bereit gemacht. Im "Party-Zelt" (na ja, eher nur eine Plache auf wackeligen Baumstämmen) wurde das DJ-Mischpult aufgestellt. Auch hierbei handelt es sich eher um einen armen, verknorcksten Verstärker, dem die Boxen überhaupt nicht gewachsen sind! Aber egal.... Die Kochvorbereitungen haben eine halbe Ewigkeit gedauert - ist ja auch kein Wunder bei dieser Masse von Esswaren! Kurz nach 13.00 Uhr wurden wir gebeten, to get ready. Wir haben uns rasch umgezogen (da gibts nicht viel umzuziehen, ausser frisches T-Shirt und ein Sulu), die Blumenkronen wurden uns auf den Kopf gelegt und eine Blumenkette wurde uns umgehängt (-> hei, wir sind richtige Blumenkinder). Am Strand haben die Jungs eine Girlande aus Palmenblättern "gebastelt" und zwei Bananenstauden werden jeweils links und rechts in den Sand gegraben. Alle standen schon gespannt daneben, als wir gemeinsam mit dem Reverend zum Strand gingen. Die Zeremonie hat nicht lange gedauert, dafür war sie umso schöner! Anstelle von Reis, wirft man da mit Blumenblättern und zerkleinerten Palmenblättern. Hier würde ja niiiie jemand auf die Idee kommen, ihr Hauptnahrungsmittel zu werfen! Nach den vielen Glückwünschen, wurden wir zur Farm geleitet, wo wir jeweils eine Kokosnusspalme gepflanzt haben. Nun war das Buffet endlich eröffnet! Mittlerweilen knurrte unser Magen wie hungrige Wölfe jaulen! Die Nervosität ist vorbei, die Aufregung hat sich gelegt und der Magen ist nun wieder für Essensaufnahmen bereit! Nun wissen wir auch, wieso unsere Posti-Liste so lang war..... Nach dem Essen, eigentlich auch schon vorher, gab s für die Männer Cava. Wenig später wurde "Hau-mich"-Trommel ausgepackt und wir wurden in Baströcke und farbige Palmstreifen eingekleidet. Tja, nun mussten auch wir unser Tanzkönnen auf die Probe stellen. Es sah bestimmt amüsant aus... ;-) Um ca 16.00 Uhr mussten wir wieder zurück. Der Himmel hat sich zugezogen und das Meer war relativ rough. Nass, wie nach jeder von Wellen betonten Fahrt, sind wir zurück auf die WEBEGONE gegangen. Ein kurzer Rest und die Party ging weiter; wir werden um 18.30 Uhr in der Community Hall LELETI erwartet. Unsere Wedding-Mat wurde ausgebreitet und wir durfen auf dieser Platz nehmen. Es wurde Tee (eigentlich eher gefärbtes Zuckerwasser! Die Zahnärzte müssen sich hier wohl eine goldene Nase verdienen!!) und Kuchen aufgetischt. DJ Supercool hat wieder aufgelegt und wir wurden zum Tanz aufgefordert. Da ja bereits um 23.00 Uhr der Generator abgestellt wird, haben wir -nach einer kurzen Dankesrede- uns kurz nach 22.00 Uhr alle verabschiedet. Kaputt, geschafft und erlöst sind wir zur WEBEGONE zurück und haben in Gedanken den Tag revue passieren lassen. Für uns beide war ein Traum in Erfüllung gegangen! Am Strand, das Meerrauschen, die Blumen.... hmmm... einfach paradiesisch!
 
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