Sail Your Dreams!
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Wir sind gestern kurz vor Mittag aus der Vuda Point Marina ausgelaufen. Nach guten drei Stunden (mehrheitlich unter Segeln - natürlich musste der Wind wieder drehen), sind wir in der Momi Bay (18nm südlich von Vuda Point) angekommen. Nach ein paar Stunden der Ruhe, aufräumen des Bootes und nach einer kleinen Stärkung, sind wir gegen 20.00 Uhr dort wieder losgefahren. Mit den beiden Leuchttürmen im Rücken, sind wir problemlos durch die Navula Passage gekommen. Ausser dass wir ein "nice encounter" mit einem Frachtschiff hatten.... Im Ernst! Das angsteinflösende Monster-Ding hat uns mit einem Abstand von nur mal 20 Metern passiert!!! Na ja, eigentlich haben WIR den Frachter passiert, denn Ausweichen tun diese Riesen-Ungeheuer einem kleinen Böötli bestimmt nicht! Ach und gehornt hat dieser auch noch! Als ob er nicht klar sichtbar wäre.... Schwachkopf! Anyway, es ist alles gut gelaufen. Eine rauhe See stand vor uns und natürlich (wie es Murphy s law will) blies der Wind direkt vor unserer Nase! Also Piratenschiff, Achterbahn und Co sind ein Klecks dagegen! Kudi wurde beim Anker sichern schlecht.... Es war nacht, kalt, nass, windig und meeega schauklig.... Elli sass da im Cockpit, hatte alles beobachtet und zu Gott geben, er möge die Wellen einbisschen besänftigen und Kudi heil ins Cockpit zurückbringen. Was er auch tat! Praise the Lord ;-))! Einige Stunden gelang es uns sogar die Segel hoch zu ziehen und uns einbisschen sanfter durch die Wellen zu preschen. In den frühen Morgenstunden (Elli "hielt" Wache und Kudi lag im Halbschlaf daneben) hatte sich die See ein wenig beruhigt. Doch der Wind wollte und wollte nicht drehen!! Gggrrr... Es blieb uns nichts anderes übrig, als direkt gegen den Wind zu motoren, so dass wir den Kurs halten konnten. Ein wunderschöner Sonnenaufgang hat meine Laune aufgemuntert... Es ist nicht mehr weit, nur noch 40 Seemeilen... Nachmittags um 16.00 Uhr haben wir hier vor einem atemberaubenden, einsamen Strand den Anker geschmissen. Das Gewässer rund ums Boot wurde noch (solange es noch hell war) auf Untiefen/Riffe inspiziert. Alles Roger! Hundemüde (no wonder!!), zufrieden und stolz auf uns, sind wir ins Bett gefallen....
 
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Heute musste der Trümmerhaufen der letzen stürmischen Seenacht weggefegt werden. Sprich, Kudi s Laptop hat Salzwasser abbekommen und dieser wurde in akribischer Feinstarbeit auseinandergenommen, das ganze Keyboard wurde Taste für Taste entfert und geputzt. Na ja, der Laptop hat nur vorübergehend Besserung gezeigt. Also, nicht wundern wenn sich etwelche altgriechische oder gar ägyptische Zeichen, Symbole reinschmuggeln.... Vor der kleinen, unbewohnten Insel wo wir ankern, ist der Strand wunderschön natürlich. Jede Menge Einsiedlerkrebse säumen den Strand! Einige Palmen laden zum Kokosnuss-Klau ein! Was sich natürlich Kudi nicht entgehen liess! Dafür durfte Elli den ersten "frische Kokosnussmilch mit weeeenig Rum"-Drink geniessen! Yamie yamie, lecker! Ich will meeeeeehr....
 
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Leider hat sich der Laptop über Nacht nicht erholt... Deshalb behelfen wir uns mit dem zweiten Laptop und beamen das Geschrieben dann rüber auf den mit Airmail bestückten Laptop. Meeega kompliziert, aber so funktioniert es ;-) Kudi hat heute einen kleinen "Ausflug" ins Nirvana vorgenommen. Er ist mit dem Dinghy um die Insel herum gefahren, um herauszufinden, ob etwelche schönen Tauchplätze vorhanden sind. Elli blieb auf dem Boot und backte Olivenbrot (ja,ja, richtig gelesen!!! Aber nur keine Panik, das macht sie noch lange nicht zu einer "echten" Hausfrau ;-))) Nachdem Kudi um die Ecke kam (klingt toll, he?!), fiel der Motor (wiedermal...) aus! Der Wind blies stark, die Wellen schlugen relativ hoch und Kudi trieb es mit dem Dinghy immer weiter aufs offene Meer! Welch ein Anblick! Und schon wieder sass Elli da, konnte nur meeega schlau dreingucken, aber nichts anderes unternehmen... ts ts ts... "Evtl musst du mich holen kommen" meinte Kudi via Funk. -Pah, dass ich nicht lache!- waren die leisen Gedanken von Elli. Ein kaltes Grauen überkam sie. Picture this: Theater - Tragödie - Dritter Akt - Kurz vor dem Todesstoss : "Aaahhh.... Wieso iiich??? Welche Schuld trifft mich? Mich armen nutzlosen Tor?? Welche Sünden lasten auf meinen "jungfräulichen" Schultern, dass du mich so bestrafst?" Tja, und ein Zeichen geschah... der Motor sprang an! Halleluja.... ;-) Nachmittags war Dschungel Expedition angesagt. Vom top der Insel hat man eine wunderschöne Sicht über die ganze Bucht und die Nachbarinselchen. Morgen werden wir evtl ein Ecklein weiter gehen.
 
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Gestern abend hatten wir Besuch von ca sieben Fijians. Wir müssten den Chief sehen, um hier ankern zu dürfen. Ok, das werden wir morgen tun. Wir sind zugleich zum Fischen und Lobster jagen eingeladen worden. Wir sind dann heute früh rüber auf die bewohnte Insel Draveuni gefahren, um den Spokesman Anasa zu treffen. Er und sein Neffe haben uns zum Riff begleitet, wo wir sicher geankert haben. Nun wurden den Speerguns ready gemacht. Mit dem Dinghy sind die drei näher ans Riff gefahren und haben dort ihr Glück versucht. Kudi hat zum ersten Mal diesen Speer benutzt. Ca 2 1/2 Stunden später sind sie zurückgekehrt und das mit jeder Menge Beute! Zwei grosse wunderschöne Lobster, einige Papgeienfische und ein paar andere Fische. Zum Lunch haben wir dann zum ersten Mal Fisch gekocht, bzw gebraten. Hmmm... war wirkich lecker! Um 17.00 Uhr wurden wir am Strand erwartet, um dem Chief einen Besuch abzustatten und ein leckeres Beach-Barbecue zu geniessen. Elli hat zwischenzeitlich eine "Rüeblitorte" gebacken, um diese als -Geschenk- mitzubringen. Leider hat es angefangen zu regnen, so dass aus dem Beach Barbecue nichts wurde. Stattdessen wurden wir ins Haus von Anasa eingeladen. Die zwei Lobsters wurden sorgfältig für uns geschält und uns serviert! Mann-o-Mann... welch ein Festschmaus!! Dazu gab es Cassava, dies ist eine Wurzel, die sehr stärkehaltig ist. Geschmacklich geht sie in Richtung Marroni. Während dem Essen gesellten sich immer mehr Kinder und Erwachsene zu uns (mussten doch sehen, wer diese Swiss people sind!). Anasa hat uns aufgefordert, den Chief zu treffen. Bei diesem angelagt, übergab Kudi ihm den Bündel Cava-Wurzeln. Und das wars! Tja, wir dachten es gäbe eine Cava-Session... Na ja, wir werden bestimmt noch einige Gelegenheiten haben, dieses Ritual kennenzulernen. So sind wir dann mit vollgeschlagenen Mägen und ohne einen Cava-Rausch zurück zur WEBEGONE getuckerlt.
 
 
 
 
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